Zu viel Bio ist Mist
Grenzen biologisch-psychischer Verträglichkeit
Biodünger - Verwechslungsgefahr mit Lebensmitteln
Korrespondenz des RacheRoss-Halters mit Alnatura zwecks Aufnahme der Bioäpfel als Racheartikel bzw. Dünger.
Immerhin hat das Unternehmen, ähnlich wie auch der Schwarzwaldverein freundlicherweise abgesagt, während Lidl und Aldi nichts von sich hören ließen. Frechheit!
Honig und Bienenmilben-Hunderäudemittel ?
Mail an Alnatura, 18.4.11
Hallo Frau Thomsen,
vielen Dank für das indirekte Lob meiner kreativen Denkkraft. Das ist Balsam.
Dennoch: Es schmerzt, dass Sie als Anbieter, der das Wort "Natur" doch im Namen führt, das angebotene Ökogeschenk bzw. den Ökodünger ausschlagen.
Angesichts des Mists, den viele Leute in sich hineinstopfen, sehe ich übrigens keinen großen Schaden, sollte irgendein Trottel sich wirklich mal vertan haben. Ob man solche wirklich auch als Kunden haben wollte? Wer weiß, was die sonst noch im Leben anstellen?
So ganz verstehe ich Ihren Einwand mit den "Lebensmitteln" nicht, denn Sie vertreiben ja auch Wein. Öko hin, öko her - ein Lebensmittel kann er nur Säufern sein, ansonsten fällt er unter die Genussmittel.
Ferner führen Sie auch Honig im Sortiment, zwar gemeinhin auch als Lebensmittel verstanden, aber zu 77–84 % aus Kohlenhydraten (hier Zucker) bestehend, einem Schadstoff. (1)
Zucker hat nie den Rang eines Lebensmittels besessen. Unsere Achtung vor Honig rührt sicher daher, dass er unsere ganze Entwicklungsgeschichte hindurch bis weit ins 19. Jh. hinein das einzige Süßmittel war - und weil er aufgrund seiner 2% Aromastoffe "schmeckt".
Wie auch immer, mein Ross ist wirklich "all natural", kein Plastik, kein Metall, kein Stent, kein Silikon, kein Keramikgelenk, kein Lippenstift, anders als so mancher, der Bioprodukte nachfragt ...
Aber vielleicht ändert sich die Geschäftspolitik ja noch.
Mit freundlichen Grüßen
Georg Beckmann
Rachebestellung nicht vergessen!
Mail von Alnatura, 15.4.11
Sehr geehrter Herr Beckmann,
herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung und diesen wirklich innovativen Produktvorschlag. Sie können versichert sein: auf diese Idee sind wir bisher nicht gekommen!
Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir nicht daran interessiert sind, Pferdeäpfel unter der Marke Alnatura zu vertreiben, da wir unter dieser Marke Lebensmittel anbieten. Hier könnte es - gerade bei einer schönen Sélection-Geschenkverpackung - zu fatalen Verwechslungen kommen. Zudem planen wir nicht, Dünge- oder Racheartikel in unser Sortiment aufzunehmen.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Freundliche Grüße
Angela Thomsen
Mail an Alnatura, 15.4.11
Sehr geehrte Frau Thomsen,
vielen Dank für Ihre Antwort und die Weiterleitung an den Zuständigen.
Hier also mein Anliegen:
Ich möchte anfragen, ob Sie an der Aufnahme eines völlig neuen Produkts, vollbiologisch und zu zwei ganz unterschiedlichen Verwendungszwecken verwendbar, interessiert wären.
Es handelt sich um Pferdeäpfel, die einerseits als Rachegeschenk dienen könnten, andererseits natürlich als Dünger, Naturdünger, genauer gesagt, gemäß Ihrem Wahlspruch "Für Mensch und Erde".
Zu ersterem existiert bereits ein Angebot in zwei Größen, während die Düngerproduktlinie noch entwickelt werden müsste. Eine zeitnahe werbetechnische Aufbereitung mit einer adretten Darstellung durch ein professionelles Designstudio und eine Werbefirma wäre kein Problem.
Während die Rachegeschenke in handlicher Form daherkommen und Euro 9,90 bzw. Euro 19,90 kosten, denke ich bei dem Dünger an eine Größe von einem Postpaket von 120 x 60 x 60, von 31,5 kg oder an 60,5 x 40,5 x 20,5 cm und einem Endpreis von Euro 35,-- bzw. Euro 28,-- zzg. Versands.
Vermutlich würden beide Produktlinien gut bei Ihnen anschlagen, denn wer ein biologisches Bewusstsein zeigt, wird natürlich auch natürliche Rache ausüben wollen, ökologisch unbedenklich, wie es sich gehört, ohne unnötigen Abfall.
Rache ist offensichtlich ein gesellschaftliches Grundbedürfnis, könnte man andernfalls doch auf die Strafjustiz verzichten. Viele Rachesüchtige verheddern sich allerdings in Taten, die selbst wiederum strafwürdig sind, so dass die Rossäpfel eine sympathische, lustige und straffreie Form des Rächens darstellen und den Schenkenden seelisch entlasten. Die Hemmschwelle sich über Pferdeäpfel rächen zu wollen, wird daher sehr niedrig liegen.
Bedarf und künftiger Umsatz sind vielversprechend, zumal ja nur ein einziger Racheartikel angeboten werden würde, der alle Fälle, alle kleinen Ungerechtigkeiten, im Leben abdeckt. Dies verhält sich bei "normalen" Geschenken ja ganz anders. Das Produkt ist konkurrenzlos.
Als Dünger sind die Äpfel natürlich besonders geeignet, ja, sie können sogar direkt verarbeitet, also z.B. an Rosen gegeben werden, ohne jedwede Ablagerungszeit.
Ich garantiere, dass das produzierende Pferd vollbiologisch gehalten wird, es weder einen Tierarzt noch Medikamente kennt, mit Ausnahme zweier jährlicher Wurmkuren.
Sollte es mit der Produktion nicht nachkommen, so sind ausreichend Stallgefährtinnen und Stallgefährten verfügbar.
Ich denke, die Äpfel passen am besten unter "Alnatura Sélection" oder unter "Spezialitäten - Alnatura Origin, vom Feld ins Glas". Hier ein Karton natürlich, oder glauben Sie das sei verwirrend?
Mit freundlichen Grüßen
Georg Beckmann
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1.) So richtig "Natur" ist Honig schon lange nicht mehr, haben die Verbraucherverbände die Werbung mit dem "reinen Naturprodukt" doch schon lange unterbunden, weil Bienen eben eintragen, was sie vorfinden, also auch alle erdenklichen Spritzmittel, ganz zu schweigen solchen zur Bekämpfung der 1977 aus Asien eingeschleppten Varroa-Milbe. Dies durch Unachtsamkeit der Wissenschaftler des Bieneninstitutes Oberursel - richtige Miststücke! Ein unglaublicher Schaden! 
Laut Wiki wird die Milbe durch mehr oder weniger harmlos klingende Mittelchen niedergehalten wie Ameisen- oder Oxalsäure (letztere kennt man v. Rhabarber), was vermuten lässt, dass die Leute, die die Wikiseite moderieren, aus der Imkerei stammen und den Deckel auf unbequemen Fakten halten wollen. Dem Ross war in Erinnerung, dass u.a. ein von Bayer gegen die Hunderäude entwickeltes Mittel zur Anwendung gelangte.
Gesucht gefunden: Es handelt sich um Perizin. Unter dem Link finden sich auch noch weitere Mittel wie Bayvarol (Pyrethroid, ein ganz schlimmes Zeugs), für die Eintragspflicht ins Bestandsbuch besteht.
Aus einer Bayerseite von 2007 geht hervor, dass das Bienenmilben-Hunderäudemittel etwa seit 1987 auf dem Markt ist.
Des Rosses einzig richtige Frage an den Imker auf dem Markt hatte diesen ziemlich entwaffnet.
Sie lautete: "Was spritzen Sie gegen die Varroa?" (Nicht: "Spritzen Sie ....?", denn das tun sie alle!)
Auch Vertriebsketten sollten offenlegen, was ihre Imker so treiben, findet das Ross.
Foto: räudiger Straßenhund: Wiki. Das Bienenmilben-Hunderäudemittel würde dafür sorgen, das der arme Teufel wieder ein Fell kriegte. Was bekämen wir?


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