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Rache ist süß, Rache reinigt

Ist Rache sinnvoll?

Vom Sinn des Strafens

Wer kennt nicht das Bibelzitat: "Auge um Auge, Zahn um Zahn"?
Heute sind wir weit davon entfernt, alles ist verregelt, die Rache bzw. Sühne in Eigenregie ist verboten. Sie
wird eigens dazu geschaffenen Institutionen überantwortet. Ergebnis sind Geldstrafen, in schweren Fällen manchmal natürlich auch Freiheitsstrafen.

Aber damit haben wir es hier nicht zu tun.

Ein jeder hat schon mal den Wunsch verspürt, Rache zu üben. Soll man diesen Gefühlen nachgeben?
Irgendwie scheinen sie ja natürlich zu sein. Rache ist eine Form der Selbstverteidigung nach erfolgtem Angriff, Ungerechigkeiten, Kränkungen jedweder Art, wie sie im Alltag jederzeit vorkommen mögen. Sie erfolgt nicht sofort, sondern meist mit einer gewissen Verzögerung. Sie befreit den Geschädigten von niederdrückenden Gefühlen. Erst nach der rächenden Handlung, der Bestrafung für die Untat, herrscht wieder Ruhe. Sie wird als befreiend empfunden, denn erst jetzt kann man wieder vorwärts sehen, sich mit der Zukunft beschäftigen.

Rache und Sühne über die Justiz ist umständlich, zeitraubend, teuer und oft ein Wagnis mit ungewissem Ausgang, wenn Aussage gegen Aussage steht. Bei einer Verhandlung nach Monaten ist schon längst alles halbvergessen. Wer Pech hat, bleibt auf der Hälfte der Antwalts- und Gerichtskosten sitzen, denn ganz Recht, nein, das bekommt man nie. Die Kostenteilung durch das Gericht scheint fast ein Regelfall zu sein. Er bedeutet: Lasst uns (Richter) mit Euren Lappalien in Ruhe!
Wer die Rache selbst in die Hand nehmen will, der verstrickt sich leicht in Straftaten: verbogene Scheibenwischer, verklebte Türschlösser, hinterhältiges Gequatsche - alles strafbar.

Anders die BioRache, die Rache per Rosseäpfel, denn hier kann man nicht erwischt werden.

Ist die BioRache daher nicht eine angemessene, harmlose, zeitgemäße und schließlich auch eine amüsante Art der Vergeltung?