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Lohn für Plackerei und Schinderei

Abschiedsgeschenk

Fin du siècle ...

... bzw. gerade der Beginn des XX. Jh., Pferdeschlachthof rue de Vaugirard, Paris, in Betrieb seit 1907 bis in die Siebziger Jahre.
Geblieben ist ein Portal mit steinernen Pferdeköpfen. Gleich nebenan, in der rue de Brancion, befand sich der Pferdemarkt. Heutzutage sind Pferde in Paris schlicht verboten.
Beliefert wurde der Markt über die "Petite Centure", eine dem heutigen Besucher weitgehend verborgene Eisenbahnlinie rund um Paris, etwa parallel zum "Périph´" (Boulevard Périphérique). Sie diente einst auch militärischen Zwecken, nämlich der Versorgung der zahlreichen Forts rund um die Stadt mit Munition und Nachschub. Genützt hatte es nichts. Die Preußen nahmen Paris 1870/71 ein.
Als vor einigen Jahren eine Dampflokfahrt auf der Strecke stattfand, riefen zahlreiche Anlieger in der Meinung, es brenne, die Feuerwehr an. So vergessen ist die Strecke, selbst bei den Parisern.
Das Foto zeigt die Gleise nahe der Cité Universitaire beim Parc Montsouris. Der Architekt Alphand hatte mit dem Park, einem ehemaligen Steinbruch, seine Problemchen, denn das Gelände hatte auch als Friedhof gedient, so dass einige hundert Leichen umzubetten waren. Ferner duchquerte ihn größtenteils unterirdisch die Eisenbahn. Bei der feierlichen Eröffnung 1878 floss der künstliche See in den Untergrund ab, mit der Folge, dass der gute Alphand Selbstmord beging. Ende des Architekten.

 

Abgehalfert und kein Erbarmen

Portal am ehemaligen Eingang, Rue de Vaugirard, Paris XV. Arrondissemen