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Iphrane, das Erschröckliche Schwarzwälder BioRacheRoss
Herkunft der Bioäppel und Echtheitszertifkat
Produzent ist hierselbst abgebildetes erschröckliches Thier namens Iphrane (1), Vorfahren aus Arabien stammend, geboren im Sundgau, einer schönen deutschen Landschaft in Frankreich und bekannt für seine Karpfen (kaufen wir zurück, also die Karpfen zumindest), immigriert, assimiliert, integriert und etabliert, wohnhaft an den Hängen des Schwarzwaldes, hier zu sehen quasi mitten in Freiburg am alten Wiehrebahnhof, wo es im Sommer gelegentlich die Marktbesucher erschrecken kommt, aber die Herzen der Kinder zum Hüpfen bringt. Auf der Wiese neben dem Markt grast es frei und spielt mit den Kindern, wobei der Halter auch ruhig im Café im Bahnhof einen Kaffee holen kann. Flüchten tut es nicht, wohin und warum auch? Ist ja auch alles in Ordnung, und wenn es Gras zu knabbern gibt - seine Lieblingsspeise - so ist die Welt eh sehr pferdig.
Unerschröcklich tapfer, treppen- stadt- und biergartenfest
Selbst den Schlossberg ist es schon mehrmals runter, unten immerhin auch über eine Folge mehrerer Treppenstufen (!), so jeweils rund fünf, dann am mittelalterlichen Schwabentor vorbei (die Leute haben sich in der Straßenbahn die Nase plattgedrückt; just am Rande der Innnenstadt) - im Trab, damit Ross und Reiter nicht verhaftet werden (warum eigentlich?), in die Kartäuserstraße, hoppshopps rein in die Mühlenstraße, über die erste Brücke der Dreisam rechts, am Ganter-Biergarten vorbei - wo es gelegentlich auch schon bei der Einkehr gesichtet ward - und dann am Flüsschen entlang, so sieben Kilometer nach Hause. Das alles kann es, das alles macht es, vertrauensvoll, ohne Zicken, ohne Murrren.
Mit dem Vater des Rosses - auf der Eingangsseite zu sehen - war der Halter mal am Fuß des Schlossbergs gescheitert. Da hatte es vom Schwabentor bergauf gehen sollen. Er hatte die Treppen vergessen. Pferde, die sie erklimmen, sind noch nicht erfunden. Sie halten das für verdammt unpferdig. Das war arg peinlich ...
Bahnbediensteten und Reisenden, die sich mal so vor drei, vier Jahren über einen Haufen Pferdeäppel mitten auf Bahnsteig 1 des neuen Wiehrebahnhofs gewundert hätten (Bahnhof in Betrieb!), schwant wahrscheinlich auch, woher der stammte. Dorthin, auf dem Wege zum Sternwald, hat es mal eine Runde mit einer Freundin gedreht, die aber eher schüchtern war und sich nicht bis auf den Bahnsteig vorgewagt hatte.
Immer, wenn das Ross Situationen als höchst unpferdig empfindet, dann muss es mal. Kennen Zweibeiner ja von Mathearbeiten, Vorstellungsgesprächen usw. Ähnliche immer wiederkehrende, aber mildere Schrecknisse: Wassergräben, über die es hopsen soll, zum Trocknen aufgeschichtete Holzstöße im Wald, hinter denen der Metzger oder ein anderer Teufel lauern könnte, auch erschröckliche, wie angewurzelt am Wegrand stehende Leute, die es angucken und - wie es glaubt - ihm an den Hals springen könnten und dergleichen. Fast panikerzeugend sind laute dumpfe Geräusche, wie z.B. Bass und Schlagzeug von einer Kapelle zum Vatertag mitten in seinem Wald an der Schlangenkapelle. So ist sein Leben, da muss man ihm zureden, es beruhigen und trösten.
Bestellen nicht vergessen!
BioBombenRennRoss
Bekannt ist es im ganzen östlichen Teil der Stadt und im Zartener Becken, weil es oft die Dreisam hoch- und runtergaloppiert, was verboten ist, ihr aber - einer Stute, natürlich eine Stute! - viel Freude bereitet, und ferner, weil es gerne Fahrrad fährt, denn da muss es nichts tragen.
Also: der Halter vorneweg auf dem Rad, Stute frei und brav hinterdreintrabend, einfach so, wobei er manchen Kampf ausstehen muss, um das Fahrrad für sich zu erwischen.
Das zeugt davon, er kein Mistkerl ist, denn die meisten Pferde zeigen ihren Reitern einen Vogel, wenden ihnen das Hinterteil zu, wenn sie sie von der Weide holen wollen oder stieben davon. Recht haben sie!
Tatsächlich ist sie hochsensibel, sehr wach im Kopf, manchmal etwas tapsig und tüdelig - zu merken, wenn sie einem mal wieder auf dem Fuß steht - 125 Kilo pro Bein - unglaublich lieb, treu, folgsam und unzickig, wie jedermann sie gern zu Hause hätte, aber sie nie kriegen wird ...
Geritten wird sie nur mit Stallhalfter - eigentlich per Gedankenübertragung - auf jeden Fall aber ohne Gebiss, wegen Traumagefahr.
Steckenpferde? Ja, hat es auch. Na, watt wohl? Am liebsten guckt es - wie zweibeinige Kusinen - Filme mit tollen Hengsten, wie dem Pferdefilm von Alain Bashung über Josephine de Beauharnais (2), Frau Napoleons, die ihm doch so oft Hörner aufsetzte, wobei er ihr zuliebe sogar die von der Revolution abgeschaffte Sklaverei wiedereinführte, denn sie entstammte einer Plantagenbesitzerfamilie auf den Antillen.
Und bei frechen Sachen singt es dann lauthals mit:
A l'arrière des berlines, on devine
Des monarques et leurs figurines
Juste une paire de demi-dieux
Livrés à eux, ils font des p'tits
Il font des envieux ...
Futter
100 % bio, Gras, Heu, Quetschgerste, Pferdemüsli (schmeckt dem Halter auch, ganz billig, 25 Kilo zu sieben Euro fuffzig aus der Jenne-Mühle ), Möhren, mal ein Sellerie oder Rahnen (rote Bete), was knallrote Lippen und rötliche Äpfel erzeugt und sexy aussieht. In einer Disco war sie noch nicht (Jugendschutz). Ansonsten: kein Soja, sonntags mal eine Banane, mal Schokolade, mal ein Bier - auch aus Gerste - aber nur Pils (die Figur!).
Produktion an BioRacheäpfeln so 4-8 Liter täglich. Also beeilen; es wird eng! Auch wenn sie zwei Freundinnen um Unterstützung bitten kann.
Bitte bei der Umfrage rechts abstimmen !
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1) Stadt in Marokko, Ifran. Da sie französischen Ursprungs ist, hier also in franz. Schreibweise.
2) Auch bei Youtube, aber hier in besserer Qualität
Auszug des Liedtextes:
Hinten in den Kutschen, man errrät´s
Die Könige und ihre Gespielinnen
Nur ein Paar und doch Halbgötter
Einander hingebend zeugen sie Kinder
Sie machen Lust ...
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